Vier Pfoten und eine Spürnase
6. Offene Deutsche VDH - Meisterschaft lockte Hundefans und -trainer in die Havelstadt Brandenburg (juh).
Unter schweren Trümmern verschüttet, ohne jede Spur verschwunden, doch die Rettung naht, denn selbst unter schwierigsten Verhältnissen können Hunde den Menschen finden und retten. Zum Glück war zur 6. Offenen Deutschen VDH – Meisterschaft niemand wirklich in Gefahr. Jedoch sollten 76 Vierbeiner in den Disziplinen Unterordnung und Gewandtheit, Fährtensuche, Flächenabsuchen und Trümmersuche ihr Können unter Beweis stellen. „Es dauert ungefähr zwei Jahre, bis ein Hund soweit ist an einer solchen Meisterschaft teilzunehmen“, erklärt Organisator Kendy Wachow. Auf Bundesebene nimmt er selbst zum ersten Mal teil. In der Landesgruppe bei den Fährtenmeisterschaften war er jedoch schon zweimal mit dabei. „Das Training mit dem Hund muss eigentlich gar nicht so strikt regelmäßig sein. So wie gerade Zeit ist und außerdem ist es von der Tagesform des Hundes abhängig. Man sollte es beim Training auf jeden Fall nicht übertreiben, denn damit kann die Arbeit von mehreren Wochen auf einmal dahin sein und es muss wieder von vorn angefangen werden“, erklärt Wachow. Dass er an diesem Tag nicht auf dem Treppchen stand war für ihn jedoch kein Problem. „Dafür, dass es unsere erste Meisterschaft auf Bundesebene war, bin ich schon vollkommen zufrieden.“ Aus sieben Nationen kamen die 76 Teilnehmer. Ab 18 Monaten können die Vierbeiner an einer Meisterschaft teilnehmen. „Nach oben hin gibt‘s eigentlich keine Altersgrenze, allerdings bekommen die älteren Hunde, gerade bei so hohen Temperaturen, konditionelle Probleme“, weiß Kendy Wachow.


Rüber über die Hundebrücke. Hundedame Ilwie weiß genau: Am Ende wartet eine Belohnung auf sie. Foto: juh

Die zweifache Deutsche Meisterin aus den Jahren 2008 und 2009, Nicole Beutler, trat dieses Mal jedoch nicht mit ihrem Alfons an. „Er ist jetzt einfach zu alt, aber mit unserer Iwie von der Schiffslache wollen wir im nächsten Jahr auf jeden Fall teilnehmen.Mit ihren 18 Monaten ist sie jetzt aber noch zu übermütig.“ Bei der Fährten – Weltmeisterschaft holte sie sich mit ihrem Alfons den 12. Platz. Die Erfolgsreihe soll nun mit der hübschen Schäferhündin Ilwie von der Schiffslache weitergehen. „Es stimmt schon, dass es ungefähr zwei Jahre dauert, bis der Hund für eine Meisterschaft bereit ist. Zweimal wöchentlich muss Ilwie ihr Können unter Beweis stellen und wer weiß, vielleicht reicht es ja im nächsten Jahr schon für einen neuen Meisterschaftstitel.

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