Weltweit Gebrauchshund Nr.1, hat dies heute noch Gültigkeit ?

Von Herbert Born

Diese Frage beschäftigt viele Liebhaber dieser wohl einmaligen Rasse. Wiederum viele beantworten diese Frage, indem sie sich einer anderen Rasse zuwenden. Weshalb und warum stellt sich diese Frage überhaupt?
Absolut unumstritten ist die Tatsache, dass die Schöpfer des Deutschen Schäferhundes und allen voraus, Rittmeister Max von Stephanitz einen Rassehund schufen, der sich weltweit als der beste Gebrauchshund einen Namen machte.
Ihn zeichnete seine vielseitige Verwendungsmöglichkeit aus der ihn als Herdengebrauchshund und als Diensthund bei Behörden, als Katastrophen, Lawinen, Blindenhund usw. so unentbehrlich machte.
Seine Schöpfer haben mit Überlegung, Fachwissen und aus gemachten Erfahrungen einen Rassestandard festgeschrieben der heute noch Gültigkeit hat. Der Deutsche Schäferhund zeichnet sich aus durch mittlere Größe und Kraft, sowie Vielseitigkeit in Gebrauch und Aussehen. Seine Farbgebung reicht von schwarz, schwarz-gelb, schwarz-braun bis viele Nuancen aller Grautöne. 81% des gesamten Zuchtbestandes waren graue Hunde die das Fundament unserer Rasse bilden.
Vor allem die Gebrauchstüchtigkeit war und ist den Gründungsmitgliedern des SV der wichtigste Faktor gewesen denen ihre Überlegungen galten und die in der Zuchtordnung und Festlegung des Rassestandards ihre Niederschrift fanden.

Es obliegt von Anfang an, den Amtsträgern, Leistungsrichtern, Zuchtrichtern und Körmeistern auf Einhaltung des Rassestandards. Ihn zu halten und zu bewahren hat Gültigkeit und wir sind dies den Gründern schuldig.
Ein ganz wichtiger Schritt, dem Züchter ein Instrument in die Hand zugeben um seine Deckpartner zu finden, bzw. seine Paarungen überlegt zu gestalten,war die Einführung der drei großen Hauptveranstaltungen. Denn zur Siegerschau, kam alsbald auch die Siegerprüfung und das Hauptleistungshüten hinzu. Die hier erfolgreichen Hunde sollten und sollen die Zucht der folgenden nächsten Jahre prägen und die Rasse entsprechend verbessern. Ganz besondere Verantwortung obliegt den jeweiligen Präsidenten, da gerade sie es sind, die mit der Platzierung und Reihenfolge, der Herausstellung der Auslesegruppen die Zuchtrichtung vorzeigen.

Nun stellt sich die Frage, warum die Diskussion um die heutige Gebrauchstüchtigkeit?
Wieso wird die Leistungsfähigkeit des Deutschen Schäferhundes plötzlich angezweifelt?
Haben Verantwortliche bewusst oder unbewusst Fehler gemacht?
Für viele denen die Leistungsfähigkeit unserer Rasse am Herzen liegt, ist inzwischen klar, dass die beiden letzten Präsidenten des SV nicht zum Gesamtwohl der Rasse, sondern eher sehr unglücklich gewirkt haben.

Es ist eindeutig, daß in den letzten zwei Jahrzehnten unsere gesamte Population immer größer und nicht dagegen eingeschritten wird.
Uns werden 67 bis 68 cm große Rüden als 65 cm groß verkauft und als groß umschrieben. Während 64,5 cm und 65 cm große Rüden als mittelgroß umschrieben werden. Es wird hier seit Jahren bewusst gegen die Zuchtordnung verstoßen.
Bei den Hündinnen ist das Verhältnis das Gleiche. Hündinnen von 63 cm und absolutem Rüdengepräge sind auf unseren Schauen die Tagesordnung.
Große und schwere Hunde sind aber nicht mehr gebrauchstüchtig.
Sie sind darauf spezialisiert im Ring zu laufen und nur noch als Traber und im gewünschten Schritt, ihre Gangwerksprobe mit Bravour zu bestehen.
Diese Hunde wären dem täglichen Hütedienst überhaupt nicht mehr gewachsen, denn der Rittmeister schreibt klar und deutlich, für jeden nachlesbar, wie unser Schäferhund geschaffen sein soll.

Der Präsident Dr. Werner Funk stellte jährlich seine Auslesegruppe nach folgenden Kriterien auf. Der Ausleserüde sollte Sich in der Regel schon durch überdurchschnittliche Nachzucht einen Namen gemacht haben.
Er schrieb in der SV-Zeitung: das ein Hund nur so gut sei, wie seine Nachzucht sich präsentiert.
Außerdem wurde wie festgeschrieben nach dem Standard gerichtet, d.h. Standmusterung, Größe, Kraft, Gehalt, Gangwerksprobe und die unterschiedlichen Belastungen in Schritt und Trab. Wichtig das gute Pigment und der Ausbildungsstand, SchH-Prüfungen und Körung.
Zusätzlich gab man dem Züchter ein Instrument in die Hand um den Größenfaktor regulieren zu können. Es wurden Ausleserüden mit 61,5 cm genau wie Rüden von 64 cm platziert um das angestrebte Mittelmass von 63 cm nicht aus dem Auge zu verlieren.
Ein Ausnahmehund der damaligen Zeit und ein überzeugender Vererber, der als Junghund schon mit V bewertet wurde, war Vello zu den sieben Faulen und wurde wegen Übergröße 67 cm abgekört.
Man stelle sich heute vor, alle Rüden die das richtige Körmaß von 67 cm und mehr erreichen würden abgekört.
Das bedeutet Tschüs für die meisten Spitzenhunde und Ausleserüden!

Aber wann will man denn beginnen mit der Zusammenführung der heute existierenden beiden Lager, einmal das Leistungslager, d.h. die Schäferhundliebhaber die sich um die Leistungsfähigkeit unseres Hundes sorgen?
Auf der anderen Seite das Ausstellungslager, das am liebsten auf Ausbildung und die damit verbundenen Leistungskriterien ganz verzichten würde!
Unsere Vereinsführung hatte sich zur Aufgabe gestellt, durch den Universalgedanken eine Annäherung der unterschiedlichen Auffassungen zu erreichen.
Aber die Interessen, auch finanzieller Art scheinen dies zu unterbinden.

Wann wird der Standard ernst genommen und danach verfahren?

Der Gründer unserer Rasse schreibt in seinem Werk: Bei der Hundezucht gilt es durch planmäßige Zusammenstellung der Elterntiere vervollkommnete, sicher vererbende Leistungsstämme zu schaffen und Tiere zu züchten, die in zweckmäßiger Körpervollendung und dadurch erzielter erhöhter Leistungsfähigkeit ihre Vorfahren übertreffen; die ferner auch in bezug auf von ihnen gewünschte Gebrauchsleistungen eine sichere Überlieferung, möglichst aber auch eine Vervollkommnung dem Stamm inneliegender, ererbter Eigenschaften und Anlagen aufweisen.
Diese Aussagen treffen auf unsere heutigen Hochzuchthunde nicht mehr zu, da bei ihnen von einem Leistungsstamm gewünschter Gebrauchsleistungen und deren inneliegender ererbter Anlagen nicht mehr zu reden ist.

Die Auslesegruppen der sechziger und siebziger Jahre zeigten außer der tatsächlich vorhandenen Mittelgröße, einer Vielfalt von genetischen Möglichkeiten auch noch die gewollte Farbenvielfalt unserer Rasse.

Einige Ausleserüden um die Farbunterschiede zu dokumentieren..

Es waren schwarze Ausleserüden z.B. Frei von der Gugge, WT:22.03.66, Größe: 63 cm (Vello sieben Faulen –Enkel
Dunkelgraue, wie Bert vom Haus Knüfken grbA WT:18.10.62, Größe:61,5 cm ( Ingo Schinklergrenze, Hein Richterbach,Hektor Busecker Schloß) Cello aus den Winsbergen grdgew WT:25.10.63, Größe: 63,5 cm Gezüchtet nach Alf aus der Schwalestadt
Arno vom Erlenbrunnen WT: 02.03.71, Größe: 64,5 cm (harte Leistungslinie über Rolf Schlackenbrunnen, Jalk Fohlenbrunnen, Vello Sieben Faulen und Veit Busecker Schloß
Schwarzgelbe, bzw. schwarzbraune wie Quido vom Haus Schütting sgrA WT: 24.09.61, Größe: 63 cm (gezogen über Sieger Zibu Haus Schütting, Mutterlinie Jonny Riedperle und AlfNordfelsen)
Bernd vom Lierberg sbA WT:16.03.62, Größe: 64 cm (über Vater: Vello sieben Faulen, Mutter: Betty Eningsfeld zu dem Leistungssieger Arko Riedersknapp, V auf BSZ und BSP)
Hanko von der Hetschmühle sg WT: 04.06.62, Größe: 63 cm ( Witz Haus Schütting/Bub z.d. sechs Fidelen, Inzucht: Hein Richterbach 3-3)
Heiko von Oranien Nassau sgA WT: 09.04.66, Größe 63 cm der zweimalige Sieger ( über Alf Convent und Klodo Eremitenklause)
Mutz von der Pelztierfarm, sggrAM WT: 03.05.68, Größe 63,5 cm ( Alf Nordfelsen und Gero Haus Elkemann –Nachkomme)
Marko vom Cellerland sgA WT: 03.05.68, Größe 64 cm ( gezüchtet nach Cyrus Baltikum und Veus Starrenburg)
Quanto von der Wienerau, sg WT:31.03.67, Größe 63 cm (Vater Condor Zollgrenzschutzhaus, Mutterlinie über Lido Wienerau, Jalk Fohlenbrunnen, Vello sieben Faulen)
Sein Sohn Dick von Adeloga, sgM WT: 31.03.71, Größe 64 cm (ein Quanto Wienerau-Sohn, in der Mutterlinie Dago Schloß Dahlhausen, über Jalk zu Vello, mit einer Inzucht: Jalk Fohlenbrunnen 4-4), die das Bild der Auslesegruppen der 60iger und 70iger Jahre mitprägten.

Ein Rüde der damaligen Zeit der oft, ja sogar mehr als viele Ausleserüden genutzt wurde, war Canto von der Wienerau, sb WT:19.09.68, Größe 63 cm, Canto wurde bei der Erstankörung in Kkl.2 angekört mit Kampftrieb vorhanden und wird als etwas zurückhaltend beschrieben. Sein Vater Hein vom Königsbruch war für die Auslese vorgesehen, versagte aber bei der Kampftriebüberprüfung völlig. Die Mutterlinie über Liane Wienerau, Jalk, Vello ist absolut in Ordnung.
Wie soll ein Hund dem selbst fehlender Kampftrieb bescheinigt wird und dessen Vater ein absoluter Versager war, Nachkommen vererben, die sich als Leistungshunde auf großen Prüfungen bewähren.

Denn bis in die siebziger Jahre gab es keine getrennten Lager. Aus vorgenannten Rüden wurden sehr viele Nachkommen auf Ausscheidungen und Siegerprüfung geführt. Viele Auslesehunde und Sieger wie Alf vom Nordfelsen, Veus von der Starrenburg und Bodo vom Lierberg waren Väter erfolgreicher BSP-Teilnehmer.

Der damalige Präsident Dr. Christoph Rummel führte vier sogenannte Hochzuchtlinien ein, die vermehrt genutzt werden sollten.

Dies waren die Linien:

  1. Quanto von der Wienerau
  2. Mutz von der Pelztierfarm
  3. Marko vom Cellerland
  4. Canto von der Wienerau

Warum wurde keine 5. Linie geschaffen, die über Bernd vom Lierberg einen Rüden hätte vorweisen können, der nachweislich hervorragend vererbte. Bernd ist bis heute die Ausnahme geblieben, der VA erreichte und gleichzeitig Vorzüglich auf einer BSP. Er vererbte mit Seffe vom Busecker Schloß eine VA-Hündin und mit Betty vom Bonsdorf eine zweimalige Bundesleistungssiegerin und viele andere erfolgreiche Hunde. Hatte die Bernd-Linie keine Lobby?

Der Nachfolgepräsident Hermann Martin stellte in den ersten Jahren seiner Amtszeit die gesamte Zucht unserer Rasse auf nunmehr nur noch zwei Säulen und führte mit der Quanto und Canto-Linie die heute noch gültige absolute Hochzucht ein. Dies führt zu einem genetischen Engpass da sie sich in der Mutterlinie über den L-Wurf Liane/Lido von der Wienerau auch noch sehr ähnlich sind.
Eine vermehrte Inzucht dieser Stämme ist die logische Folge und für jedermann nachlesbar, der eine Ahnetafel dieser Linien studiert.

Das kann sich keine Rasse der Welt erlauben, sein gesamtes Zuchtpotential auf zwei Rüden-Linien zu fixieren. Wobei diese Linien von der Härte und Leistungsbereitschaft viele Defizite vorzuweisen haben. Dies führt unweigerlich zu einem Verlust der normal gewünschten Robustheit, Härte und Belastbarkeit. In der Folgezeit wurden unsere hochbewerteten Hunde der Siegerschau immer größer, bei den Rüden genau wie auch bei den Hündinnen.

Es gab schon sehr früh in den siebziger Jahren kluge und sehr erfolgreiche Züchter die davor warnten nur mit wenigen hochbewerteten Schauhunden den schnellen Erfolg anzustreben und wichtige oftmals graue Altblutstämme mit excellenten Leistunganlagen aus der Zucht zu verdrängen
Einer dieser Verfechter war unser allseits verehrter Züchter " vom Busecker Schloß ", Alfred Hahn.
Er bewies immer wieder, das es möglich ist, vorzügliches Gebäude mit Leistung zu verbinden. Seine züchterischen Erfolge auf dem Ausstellungs- und Leistungssektor sind unumstritten. Viele der heute bedeutenden Arbeitslinien führen Hunde " vom Busecker Schloß ".
Sogar der Ausleserüde Timo vom Berrekasten“ führt über seine Mutterlinie, Hunde des Zwingers " vom Busecker Schloß ".

Durch die immer schneller wechselnden Generationen der Hochzuchthunde, die oft schon mit zwei Jahren, durch die DNA-Analyse wissen wir, sogar schon oft unter zwei Jahren in die Zucht gehen, manche sogar ohne gewisse Zuchtvoraussetzungen!
Wie ist das möglich?
Hochplatziert auf Siegerschau in Jugend oder Junghundklasse reicht oft aus, um als Deckrüde sofort nach Erreichen der 24 Monate?! gefragt zu sein. Dadurch sind natürlich schnellere gewünschte Zuchterfolge in Gebäude und Veränderungen gleich welcher Art zu erzielen.

Schauen wir uns doch mal unsere heutigen Zuchtsäulen, einige Ausleserüden mit Größe und Inzuchtangaben an, so sieht man sofort wohin der Weg uns führt!
Gleiche Größe und bis zu sechs und mehrmals den gleichen Inzuchtahnen beweist, hier beginnt der Tanz auf der Rasierklinge. Wo bleiben Hinweise der Vereinsführung, nach Möglichkeiten einer sinnvollen Blutanlehnung?
Wie will man wieder auf ein normales Größenmaß unserer Hunde?
Wo bleiben Hinweise nach einer Verbesserung der Gebrauchstüchtigkeit?
Es kann doch nicht sein, dass die einzige Sorge unserer Vereinsführung darin besteht, den Schäferhund noch schöner zu züchten und seine Merkmale die ihn weltberühmt und zum Gebrauchshund Nummer eins werden ließen, völlig ausrotten zu wollen.
Aber man sollte die Hoffnung nie aufgeben, es wäre ja möglich das der eine oder andere Funktionsträger sich an die Auflagen der MÄNNER erinnert, die unseren Hund mit seiner ganzen einmaligen Ausstrahlung und seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten geschaffen haben.

Ein Leistungsrüde muss bevor er in die Zucht geht, seine Leistungstüchtigkeit auf LGA und BSP oft mehrmals beweisen und ist in der Regel dann zwischen vier und sechs Jahre alt. Vorausetzung ist die für den Leistungszüchter erkennbare stabile Leistungsveranlagung und Belastbarkeit bis ins höhere Alter. Leistungsrüden werden oft noch mit zehn bis zwölf Jahren als Zuchtpartner genutzt.

Beispiele sind hier einige Leistungsvertreter der BSP:

Crok vom Erlenbusch, Kkl.2, 64 cm Inz: ohne
Aik vom Haus Cindy, Kkl.1, 63 cm Inz: ohne
Arek vom Stoffelblick, Kkl.1, 64 cm Inz: 7 versch. Inzuchten in der 4. und 5. Generation
Troll von der bösen Nachbarschaft, Kkl.1, 64 cm Inz: Anderl kl. Pfahl 4-3, Flora Eichelbrunn 5-4, Nico Haus Beck 5-5
Fero v. Zeuterner Himmelreich, Kkl.1, 65 cm Inz: Veus Starrenburg 5-5
Racker vom Itztal, Kkl.1, 63,5 cm Inz: Edo Gehrdener Berg 5-5
Xato von der bösen Nachbarschaft, Kkl.1, 65 cm Inz: Anderl kl. Pfahl
3-4, Boss Kreuzbaum 4-5
Arec vom Bunsenkocher, Kkl.1, 62 cm Inz: L-Wurf Wienerau 5-5, und Bernd Lierberg 5-5
Drigon vom Fuhrmannshof, Kkl.1, 63,5 cm Inz: S-Wurf v. Buttlar 3-3, sowie insgesamt 8 Inzuchten unter anderem Hein Richterbach und Alf Nordfelsen vorwiegend in der 4. und 5. Generation.

Demgegenüber nun einige Daten von Ausleserüden

Ursus von Batu, 65 cm, Inz: Dax Wienerau 5-5,5 Odin Tannenmeise 3-3 Palme Wildsteiger Land 5,5,5,5-5,5 Q-Wurf Arminius 4,4,4,4 Uran Wildsteiger Land 4,5-5
Hobby vom Gletschertopf, 65 cm, Inz: Fina Badsee 5,5-5,5 Irk Arminius 4-5 Lasso di Val Sole 5-5, 5 Nick Wienerau 5,5-5,5 Palme 4,4-4,4,5 Uran 3-4 Wilma Kisselschlucht 5-5 X-Wurf Arminius 4,4-5
Jeck vom Noricum, 65 cm, Inz: Canto Wienerau 5-5 Dick Adeloga 5-5 Flora Königsbruch 4,5-5 Palme 3-3
Enzo vom Buchhorn, 65 cm, Inz: Palme 5,5,5-5 Tell gr. Sand 4-4 Uran 4-4,5
Lasso vom neuen Berg, 64 cm, Inz: Lasso di Val Sole 5-5,5 Palme4,4-4
Q-Wurf Arminius 3-3 X-Wurf Arminius 4,5-4
Timo vom Berrekasten, 65 cm, Inz: Palme 5,5-5 U-Wurf Wildsteiger Land 4-4

Timo ist vom Pigment als grauer Rüde die einzige farbliche Alternative zu dem gesamten schwarz-gelb/braun der Canto/Quanto-Linie.
Er führt als Auslesehund für viele sicherlich nicht nachvollziehbar die robuste graue Arbeitslinie mit Dax von der Kesmarker Tränke in der vierten Generation und dessen Vater Sieger Racker vom Itztal.
Seine Großmutter Heike vom Lippischen Norden entstammt Rocco und Vari Busecker Schloß und ist ingezüchtet aud die Auslesehündin Seffe Busecker Schloß und damit auf Bernd Lierberg.
Hier wären Möglichkeiten vorhanden, züchterisch auf dieser Linie aufzubauen und wieder Anschluß an robuste, leistungsbereite und belastbare Schäferhundstämme zu finden.
Es scheint mit der richtigen Einstellung doch möglich zu sein, das Motto von Alfred Hahn " ein schöner darf ruhig gut sein und ein guter darf ruhig schön sein " umzusetzen und einen gefällig aussehenden gut funktionierenden Deutschen Schäferhund zu züchten. Man muß nur wollen und sich der alten Arbeitslinien erinnern und gebrauchen.

Ich möchte meine Ausführungen schließen mit der Aussage von Rittmeister
Max von Stephanitz.

Schäferhundzucht ist Gebrauchshundzucht, muß immer Gebrauchs hundzucht bleiben, sonst ist sie keine Schäferhundzucht mehr!!

Schäferzucht, die in reiner Nutzzucht zur Blütezeit deutscher Schafzucht, also vor 70-80 Jahren, bei einzelnen Stämmen zu Hochzuchten geführt hat, muß auch uns Liebhabern vorbildlich bleiben, weil sie auf gesunder Grundlage schuf, was wir brauchen und wollen: harte, dreiste und leistungsfähige Arbeitshunde.

Herbert Born 01. Juli 2001

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